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Big John, wie bist Du zur Countrymusik gekommen?
Nunja, ich bin damit aufgewachsen. Noch bevor ich geboren wurde, hatte mein Dad schon ein Pferd und als ich 3 Jahre alt war, gründete er mit ein paar Freunden einen Cowboy- und Westernclub. Das war 1979. Anfangs war dieser Cowboyclub noch in einem Nebenzimmer einer Gastwirtschaft in Jaibling (bei Marzling, Landkreis Freising) und später dann ist der Cowboyclub nach Schwaig umgezogen und hat auf eigenem Vereinsgelände eine kleine Westernstadt namens “Bone-Trail-Town” errichtet. In dieser “Stadt-am-Weg-der-Gebeine” bin ich großgeworden und habe dort sozusagen meine Kindheit verbracht. Beim “Cowboy- und Westernclub Freising - Erding e. V.”. Seit meiner Geburt liebe ich die Countrymusik.

Big John anno 1980 im Alter von
4 Jahren mit seinen Eltern
“Bone-Trail-Town”? Was habt Ihr da gemacht?
Hier verbrachte ich jede freie Minute. Nach der Schule, am Wochenende, in den Ferien. Wir saßen hier oft in warmen Sommernächten am Lagerfeuer, übernachteten mit dem Schlafsack im “Bunkhouse” und verbrachten das ganze Wochenende als Freizeitcowboys in “Bone-Trail-Town”. Später wurde dann einmal im Jahr ein großes Ranchfest im Sommer veranstaltet. Aus dessen Erlös wurde dann eine Woche später ein eigenes Fest zugunsten der Behinderten aus den Landkreisen Freising und Erding abgehalten.


“Bone-Trail-Town” im Januar 1990
Hier ist Big John aufgewachsen.
Hattet Ihr auch Pferde?
Nicht Jeder vom Cowboyclub, aber Einige schon. Mein Dad hatte Eines. Viele Jahre lang. Mein Pa war auch jahrlang der 1. Vorstand des “Trab- und Rennvereins Freising e. V.”. Sein erstes Pferd hieß “Bello Bride”, kurz genannt “Billy” und später hatten wir “Manolito”, ein ausranchierter Traber, den mein Pa vom Schlachter gekauft hat. Ein sehr braves und treues Pferd. Wir sind oft ausgeritten. Querfeldein, an der Isar entlang, zu Festen, usw. In unserem großen Garten konnten wir “Manolito” selbst unterstellen. Natürlich zusammen mit einem anderen Pferd. Wer ist schon gern allein? Durch ein zusätzlich angemietetes Grundstück konnten wir eine riesige Koppel bauen, so daß der Auslauf gesichert war. Allerdings hat “Rambo” die zwei Großen gerne geärgert.

"Manolito"

Wer ist “Rambo”?
Rambo war unser Schäferhund. Ein Junges von “Smokey”, unserer Schäferhündin. Anfangs hatten viele Vereinsmitglieder des Cowboyclubs einen Hund. So nannten sich die Cowboys irgendwann “The Dog-Men” - aus Liebe zum Hund. Der Hund des 2. Vorstands z. B. hieß “Hombré” und konnte die Leiter des Fort-Turms hoch- und runterklettern! “Lady” hingegen war ein kleiner Mischlingsdackel - immer mit Bandana, dem Cowboy-Halstuch statt einem Hundehalsband. Wir nannten sie liebevoll “Putzlumpen”.

Des Menschen bester Freund...
Und wie bist Du dann selbst Musiker geworden?
Die vielen Nächte am Lagerfeuer wurden natürlich mit einem Gitarrenspieler erst so richtig schön. Da einige Vereinsmitglie- der auch in Countrybands spielten und sangen, wurden sie schon sehr bald von mir belagert, damit ich nicht immer nur Zuhörer bleibe. Ich schnappte mir also auch eine Gitarre und übte die ersten Griffe. Der Keyboard-Unterricht in der Schule begeisterte mich hingegen nicht so wie das Gitarrespielen. Schließlich ist so ein Keyboard am Lagerfeuer nicht so handlich wie eine Westerngitarre. Dank einiger Freunde und Mitglieder kamen auch gelegentliche ‘Gastauftritte’ bei Countrybands wie “ Dixon Line” oder “Wells Fargo” zustande, bei denen ich anfangs noch ziemlich aufgeregt war und Lampenfieber hatte. Wenn man als 14jähriger mit den alten Hasen auf der Bühne steht, kommt schonmal das Kribbeln im Bauch... wink Ich erinnere mich da noch an einen Auftritt der Gruppe “Dixon Line” im Mai 1990 im Rattlesnake-Saloon in München. Ich durfte “Tulsa Time” singen und war endlos aufgeregt, aber es war toll! Es folgten ein paar kleine Auftritte, Teilnahmen bei Karaoke-Wettbewerben...


Big John mit der
Countryband “Dixon Line”
anno 1990 in Dachau
Und? Mal was gewonnen?
Ja, ich habe erfreulicherweise ein paar Mal den ersten Platz gemacht und konnte die Siegprämie mit nach Hause nehmen. Mal einen Gutschein für einen Chiemsee-Rundflug in einer Chesna oder Preisgelder, Sachgewinne wie Fernseher, usw. Das war toll und hat wahnsinnig Spaß gemacht! Besonders, wenn man erst 15 Jahre alt ist...



Presse aus frühen Tagen
(Zum Vergrößern Anklicken!)
Wie kam es dann zur ”Big-John-Music - One-Man-Band”?
Ich saß oft zu Hause und programmierte Songs in mein Keyboard. Dabei versuchte ich, die Songs möglichst originalgetreu umzusetzen. Dazu hörte ich mir die Original- Songs x-mal an, um Schlagzeug, Bass, Fiddle, Steel und alle anderen Instrumente einzeln rauszuhören und entsprechend im Keyboard zu programmieren. Das ist sehr viel Arbeit!!! Für “Thank God for the radio ” von Alan Jackson habe ich z. B. knapp 2 Wochen für das Einspielen in’s Keyboard gebraucht... Und das nur für einen einzigen Song! Ich verwende keine vorgefertigten Styles, keine Kaufdisketten und auch keine fertigen MIDI-Files, sondern spiele die Songs selbst per Hand direkt am Instrument ein. Nicht über Computer, sondern “handmade”. Alle Drumbeats, alle Baß- läufe und auch die Fiddle-Soli... Wie gesagt, sehr viel Arbeit, aber es ist dann “Big-John-Music ”, mein eigener Stil. Im März 1993 kaufte ich mir dann - mit 16 Jahren also - mein erstes eigenes Equipment. Da hatte ich dann schon ein kleines Repertoire und die ersten Solo-Auftritte.


Big John - One-Man-Band

Was hast Du denn so im Repertoire?
Dazu gehören Songs von Johnny Cash, Willie Nelson, Waylon Jennings, Alabama, John Denver, Truck Stop, Gunter Gabriel, Dave Dudley, Bellamy Brothers, Alan Jackson, usw. Ich arbeite auch dauernd an meinem Repertoire, schließlich darf man nicht auf der Stelle stehen bleiben... Es ist jedoch auch ein zeitliches Problem, denn Songs einzu- spielen ist sehr zeitaufwendig. Und jeder Song soll besser sein, als der zuvor Eingespielte. Man will sich ja weiterentwickeln und verbessern. Auch eigene Songs gehören selbstverständlich zum Repertoire, wie z. B. “Rest in peace” oder ”This is war”.


Johnny Cash
Und wie kamst Du auf den Namen “Big John”?
Das kam aufgrund des Songs von Jimmy Dean “Big Bad John”. Den deutschen Text über diesen “einsamen Mann” hat Gunter Gabriel gesungen. Was paßt da besser zu einer One-Man-Band? Außerdem gefällt mir der Text: “Nobody seemed to know where John called home, He just drifted into town and stayed all alone...” Außerdem bin ich ja mit 1,90 m nicht gerade klein... :-)


Jimmy Dean
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